ownCloud fix im Proxmox VE dank TurnKey Appliance

Die Heimserver-Szene ist auf dem Virtualisierungstrip und das ist gut so! Strom ist teuer, server-grade Hardware ist leistbar und Festplatten und RAM sind im historischen Vergleich geradezu geschenkt. ­čÖé Um der gew├╝nschten Effizienz zu entsprechen, ├╝bernimmt ein PVE bzw. Proxmox Virtual Environment (mag ich nunmal ÔÇŽ) den Heimserver und beherbergt seinerseits die Virtuellen Maschinen (VMs). Diese k├Ânnte man selbstredend auch selbst konfektionieren. Soll irgendwas webm├Ą├čiges drauf passieren, dann nimmt man nat├╝rlich den Webserver Nginx (NginxÔÇÖs Stern steigt und steigt gegenw├Ąrtig und das verdienterma├čen), schmeisst den in dieser VM nicht ben├Âtigten Kram von Bord und tut und macht und es dauert. Genau das besiegelt die Daseinsberechtigung fertiger Appliances zum geschwinden Einbringen in die VMs.

Turnkey Linux: Templates aus Israel

Das im Jahre 2008 gegr├╝ndete und im isrealischen Raanana beheimatete Unternehmen TurnKey Linux kann man nur m├Âgen. Die beiden Gr├╝nder Alon Swartz und Liraz Siri sind f├Ąhige Software Engineers und gro├če Freunde des Open Source Gedankens. Weit ├╝ber hundert schl├╝sselfertige (turnkey ready) Linux Appliances k├Ânnen von der TurnKey Linux Website per Suchfunktion gefunden, kostenlos geladen und genutzt werden. Die ├╝berwiegend auf Debain basierenden Templates sind durchweg sauber zusammengestellt, leicht bei sich einzubringen und ebenso simpel zu administrieren. TurnkeyÔÇÖs Benefits machen was her. Lustig und gar nicht mal unpraktisch sind die Automatic security updates jeweils um 4 Uhr morgens. Geld verdient die Firma ├╝brigens mit dem TurnKey Hub. Die Frage nach der Sicherheit und dem Vertrauen ist sehr berechtigt, schlie├člich l├Ąsst sich in einem komplexen Gebilde wie einer Linux Appliance theoretisch alles verstecken. Hier antwortet TurnKey Linux in beruhigender Manier. Diese Geisteshaltung sollte so manch andere Bude mal ├╝bernehmen:

Wenn die guten Dinge zueinander finden

TurnKey Linux und Proxmox VE pflegen mittlerweile eine sehr begr├╝├čenswerte Technikpartnerschaft. So sind die TurnKey Linux Appliances seit PVE 2.0 ganz bequem von der PVE-GUI aus (z.B. unter https://mein-proxmox.heimserver:8006) zu laden und beim Erstellen eines neuen Containers ausw├Ąhlbar. Bevor Ihr die Sache erstmalig in Angriff nehmt, beachtet bitte die Infos hierzu aus dem Proxmox VE Wiki bez├╝glich der TurnKey Linux Templates und bitte auch die Hinweise von TurnKey selbst.

So gehtÔÇÖs mit einem schl├╝sselfertigen ownCloud

Als Beispiel f├╝r das Zusammenspiel von Proxmox und TurnKey eignet sich ownCloud ganz hervorragend. So ist ownCloud innerhalb des LAN und in Verbindung mit den verf├╝gbaren Smartphone-Apps eine ganz wunderbare Sache. Gerade in diesem Szenario, also nicht in der ORANGE Zone und von au├čen nicht erreichbar, kann uns auch der Apache anstelle eines Ngnix in der Appliance nicht schrecken. Also her mit der TurnKey ownCloud Appliance (verlinkte Seite enth├Ąlt auch noch mal wichtige Infos). Zun├Ąchst loggen wir uns auf der Kommandozeile ins Proxmox VE ein und frischen die interne Liste mit den Virtual Appliances auf, so dass wir hinterher auch den aktuellen Bestand der TurnKey Linux Templates angezeigt bekommen:

pveam update

Nun gehen wir in die PVE GUI und wechseln (idealerweise in der Ordner-Ansicht) nach Rechenzentrum > Storage-Liste > local und dort rechts in den Karteireiter ÔÇśInhaltÔÇÖ. in der Men├╝zeile darunter klicken wir ÔÇśTemplatesÔÇÖ. In dem Tochterfenster klicken wir das 64-Bit owncloud (amd64) und sto├čen den Download nach Proxmox mit dem Button ÔÇśHerunterladenÔÇÖ an.  

Danach klicken wir uns einen OpenVZ Container, w├Ąhlen den Hostnamen, das Passwort und sogleich im Karteireiter Template erblickt das Auge verz├╝ckt die eben eingebrachte TurnKey Vorlage. Wir teilen RAM zu, Plattenplatz ebenso und vergeben eine freie IP-Adresse. 

Die ownCloud zur Version 6 updaten

Nun wechseln wir in die shell und loggen uns als root unter der eben vergebenen IP ins neue ownCloud ein. Bei diesem ersten Mal f├╝hrt uns eine schicke Blockgrafik durch die Einrichtung des Admin-Accounts f├╝r das ownCloud Web Interface. Jetzt k├Ânnen wir wieder in den Browser wechseln und ownCloud unter der bekannten IP aufrufen. Doch siehe da, wir haben gegenw├Ąrtig (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses kleinen Artikels) noch die Version 5 vor Augen. Will man nicht, gibt ja schlie├člich v6 ÔÇŽ 

Das schnell durchgef├╝hrte Update auf die aktuelle Version 6.0.1 ist hinter dem n├Ąchsten Hyperlink so gut angeleitet, dass wir das Rad nicht neu erfinden m├Âgen:

ownCloud Administrators Manual: Updating ownCloud

Dem Punkt 7 der vorgenannten Anleitung gen├╝gen wir in einfacher Form:

chown -R www-data:www-data /var/www

Wir wechseln in den Browser und rufen ownCloud auf. Dieses wiederum schubst die letzte Phase des Updates an. Fertig!

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