Gamer-PC für Mac-Nutzer: Ein Bauvorschlag auf Basis von Ivy Bridge und NVIDIA GTX670

Spieletechnisch hat sich für Mac OS X mittlerweile viel getan. Steam hat jede Menge interessante Games für den Mac und ebenfalls im Mac App Store gibt es durchaus das eine oder andere vollwertige Spiel. Doch seien wir ehrlich: Für ambitionierte Spieler ist eine Windows-Kiste unvermeidbar. Natürlich könnte man auf der Mac Hardware ein Windows 7 unter Apples Boot Camp laufen lassen, doch das würde ruckzuck sehr teuer. Denn für aktuelle Games und gute Flugsimulatoren Im Mehrschirmbetrieb braucht es eine steckbare moderne Grafikkarte, oder gleich zwei davon. In der Mac-Hemisphäre böte diese Möglichkeit nur der geschätzte Mac Pro und der ist nun einmal sehr hochpreisig. So wollen wir nachfolgend eine Konfiguration basteln, welche im Fractal Design Tower ein zuhause finden wird. Der fertige Gamer-PC in weißem Define R4 braucht sich in einer Mac-Umgebung keineswegs schamhaft unterm Schreibtisch zu verstecken. Die Teilekosten liegen bei ungefähr 1300 EUR. Hier die Liste der Komponenten für den Bauvorschlag.

  • Gehäuse Fractal Design Define R4 White
  • Mainboard Gigabyte GA-Z77-DS3H
  • Prozessor Intel® Core™ i5-3570K
  • Prozessorkühler Cooler Master V8
  • Wärmeleitpaste Arctic Cooling MX-2, 4 Gramm
  • RAM G.Skill DIMM 16 GB DDR3-1600 Kit F3-1600C9D-16GXM
  • Grafikkarte EVGA NVIDIA GTX670, PCI-e, 2GB GDDR5 Grafikspeicher
  • Netzteil Sharkoon WPM600 mit 600 Watt und Kabelmanagement
  • DVD-Brenner Asus DRW-24B3ST
  • SSD Samsung MZ-7PC256B/WW 256GB SSD
  • Festplatte Hitachi HGST HDS723020BLA642, 2TB, 7200rpm
  • Optional: 2 zusätzliche 140mm Silent Lüfter von Fractal Design

Ich meine, dass ein moderner Rechner, gleich ob Mac oder PC, zwingend von einer SSD startet. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie sehr die ungeheuren Vorzüge einer SSD in Sachen Systemreaktion und Ladegeschwindigkeit gegenüber einer Festplatte Liebreiz im Herzen des Technikfreundes zu zaubern imstande sind. Einmal kennengelernt, wird man nie wieder einem Betriebssystem von der Festplatte Wartezeit zubilligen wollen.

Als Hauptplatine in PCs ist aus meiner Sicht der Ware von Asus, Asrock oder Gigabyte Vorzug zu gewähren. Bei Servern sind es Boards von Tyan oder Supermicro, aber das ist ja eine andere Spielwiese. 

Bei der in Frage kommenden CPU lassen wir AMD komplett außen vor, denn zu schnell ist man doch von den aktuellen Ivy Bridge Core i5 und i7 Prozessoren im 22-Nanometer Verfahren angetan. Der hier gewählte Core i5-3570K ist rattenschnell, sowie im echten Leben kaum langsamer als sein i7-Pendant. Dieser i5 macht bis 3.8 GHz, unterstützt AES-Verschlüsselung in Hardware und das alles bei einem Stromverbrauch von maximal 77 Watt.\

Grafikkartentechnisch gebe ich NVIDIA den Vorzug, das eigentlich schon seit der Riva TNT im Jahre 1998. Subjektives und Nostalgisches ist weit weg von Messreihen kaum erklärbar. Die GTX670-Reihe halte ich derzeit für den besten Kompromiss aus Geldausgabe und Grafikleistung. Bei den aktuell günstigen RAM-Preisen sollen es 16GB schon sein und mit den Ripjaws Modulen von G.Skill haben etlich Computerfreunde in meinem näheren Umfeld bislang durchweg gute Erfahrungen gemacht und keinen einzigen Ausfall verbuchen müssen.

In Sachen Festplatten ist das so eine Sache… Markentreue ist hier kaum möglich. Wurde hier auf dem Blog zum Beispiel damals noch bei der Bestückung des getesteten NAS von Synology die Seagate 2TB Server Grade Festplatten ST32000641AS Barracuda XT hoch gelobt, so sehr ließ doch einen Kumpel von mir der Kauf gleich zweier Seagate Festplatten 2 TB des Modells ST2000DM001 aus allen Wolken fallen. Hier wareb fiese Geräusche im Betrieb zu hören, welche selbstredend jegliches Vertrauen in die Sicherheit der auf diesen Disks abgelegten Daten schwinden ließen. Aber keine Panik, denn ich habe schon eine neue Empfehlung in der beliebten 2TB-Ecke: die Hitachi HGST HDS723020BLA642 2 TB mit 7200 Touren und 24/7 Freigabe für den Dauerbetrieb. Das Ding ist für die große Masse an Daten ruhig, perfomant und völlig problemlos im RAID.

Mit den genannten Teilen macht der Zusammenbau Spass. Insbesondere das Fractal Design Zuhause in seiner weißen Ausführung beflügelt die Lust am PC-Schrauben. Das Gigabyte-Motherboard ist vorbildlich beschriftet und sogar die Pole für die kleinen Pfostenstecker des Gehäuses sind angegeben. Der originale Lüfter aus der Intel Box kann beiseite gelegt werden. Der mächtige „männliche“ V8-Kühler von Arctic White wird bitte mit der mitgelieferten Federkonstruktion (Backplate) montiert, trotz manch anderslautender Ratschläge im Netz. Der Wärmeleitpaste von Arctic Cooling ist unbedingt der Vorzug zu geben, da diese aufgrund ihres besonderen Materials nicht alle 2-3 Jahre getauscht werden muss. Als Haltbarkeit gibt Arctic Cooling sehr gute 8 Jahre für die Paste an.

Der restliche Zusammenbau geschieht, wie immer, mit Ruhe und Konzentration. Das vermeidet Fehler und hilft Geld sparen. Das UEFI-Bios des Gigabyte ist ein bedientechnischer Traum und die erste Amtshandlung sollte ein Firmware-Update sein, was hier gar kein Problem darstellt. Das für die gedachten Spiele unvermeidlich Windows 7 wird auf die SSD installiert und die Festplatte kann später direkt unter Windows als sekundäres Laufwerk (D:) eingerichtet werden. Viel Spaß beim Zocken oder mit dem DCS A-10C Warthog im Tiefflug! 

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